Kinder (0-5)

Die Prinzessin und das Einhorn - Teil 1

Prinzessin Emily entdeckt auf dem Marktplatz von Eradia einen fremden Händler mit einem besonderen Geheimnis. Neugierig stürzt sie sich in ein kleines Abenteuer voller Magie und großer Überraschungen.

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Bilder und Klänge teils KI-gestützt · So entstehen unsere Geschichten

I

Prinzessin Emily

Mitten im Königreich Fantasia liegt die alte Stadt Eradia.

Auf einem grünen Hügel steht ein großes Schloss. Seine Türme ragen hoch in den Himmel. Goldene Fahnen flattern über den blauen Dächern.

Dort lebt Prinzessin Emily mit ihrem Vater, dem König.

Emily ist fünf Jahre alt. Sie ist neugierig, fröhlich und manchmal ein wenig voreilig.

In ihrem Zimmer gibt es viele Spielsachen. Doch am meisten liebt Emily ihren kleinen Teddy und ihren riesigen Kleiderschrank.

Darin hängen Kleider in allen Farben des Regenbogens.

II

Emilys kleines Schloss

Emily liebt es, sich zu verkleiden.

Manchmal trägt sie am Morgen ein rotes Kleid. Zum Mittag wählt sie ein blaues. Und am Abend wird es vielleicht ein goldenes.

Doch heute sitzt Emily auf dem Teppich.

Vor ihr liegen viele bunte Holzklötze.

„Schau, Teddy“, sagt sie. „Das wird unser Schloss!“

Gemeinsam bauen sie Mauern, Türme und ein großes Tor.

Natürlich kann Teddy die Klötze nicht selbst tragen. Aber Emily ist sicher, dass er ihr gute Ratschläge gibt.

III

Der Marktplatz von Eradia

Wenn Emily nicht mehr spielen möchte, läuft sie zum großen Fenster.

Von dort kann sie den Marktplatz sehen.

Heute ist dort besonders viel los.

Der Bäcker trägt Körbe mit Brot zu seinem Stand. Die Schneiderin zeigt bunte Gewänder. Neben der Schmiede glüht das Feuer. Die Schmiedin hebt ihren Hammer und schlägt auf ein Hufeisen.

„Klang! Klang! Klang!“ Mit jedem Hammerschlag bekam das Hufeisen seine Form. Als die Schmiedin zufrieden nickte, ließ sie das glühende Eisen in den Wassereimer gleiten. „Zischhhhh!“ Der Dampf wirbelte empor wie ein kleiner Zaubernebel und verschwand zwischen den Sonnenstrahlen.

Händler rufen ihre Angebote. Kinder lachen. Hühner flattern zwischen den Marktständen umher.

Emily drückt ihre Nase an das Fenster.

Denn mitten auf dem Platz steht ein fremder Wagen.

Und neben dem Wagen warten mehrere Pferde.

IV

Das grüne Kleid

Einen Pferdehändler hat Emily noch nie in Eradia gesehen.

„Den muss ich mir ansehen!“, ruft sie.

Schnell läuft sie zu ihrem Kleiderschrank.

Das rote Kleid mit dem Tüllrock?

„Nein!“

Das blaue Kleid mit den funkelnden Sternen?

„Auch nicht!“

Dann entdeckt Emily ihr grünes Kleid. Es hat goldene Träger und einen weiten Rock.

„Das ist genau richtig!“

Emily schlüpft hinein. Dann läuft sie los.

„Prinzessin Emily, Eure Schuhe!“, ruft ein Diener hinter ihr.

Doch Emily ist schon durch das große Schlosstor verschwunden.

Barfuß, wie so oft.

V

Der fremde Händler

Auf dem Marktplatz sind heute mehr Menschen als sonst.

Emily schiebt sich vorsichtig durch die Menge.

„Verzeihung. Darf ich vorbei?“, fragt sie.

Dann sieht sie den fremden Händler.

Er trägt einen langen braunen Mantel und einen breiten Hut. Neben ihm stehen mehrere Pferde in einem einfachen Stall aus Holz.

Die Schmiedin passt gerade einem großen Pferd ein neues Hufeisen an.

Emily geht näher heran.

Sie kennt die starken Pferde aus den königlichen Ställen. Doch diese Tiere wirken anders.

Ihre Mähnen glänzen im Sonnenlicht wie feine Seide.

Emily betrachtet ein Pferd nach dem anderen.

Doch sie kann nicht erkennen, was an ihnen so besonders ist.

VI

Das kleine Horn

In einer ruhigen Ecke des Stalls steht ein kleineres Pferd.

Sein Fell ist weiß wie eine Wolke. Seine Mähne schimmert silbern.

Das Tier senkt den Kopf und frisst etwas Heu.

Da entdeckt Emily etwas.

Zwischen den hellen Haaren sitzt ein kleines, spitzes Horn.

Emily hält überrascht den Atem an.

„Du bist gar kein gewöhnliches Pferd“, flüstert sie.

Das kleine Tier hebt den Kopf.

Es schaut Emily mit großen, sanften Augen an.

Dann geht es einen Schritt auf sie zu.

Ganz leise erklingt ein heller Ton, als hätte irgendwo eine winzige Glocke geläutet.

VII

Fünf Goldtaler

Am Stand des Händlers hat sich eine lange Reihe gebildet.

Ein Bauer legt fünf Goldtaler auf den Tisch. Dafür bekommt er ein altes, ruhiges Pferd.

Hinter ihm warten schon weitere Käufer.

Emily schaut wieder zu dem kleinen Einhorn.

Das Tier streckt vorsichtig seine Nase zu ihr und stupst ihre Hand an.

Emily lächelt.

In diesem Augenblick weiß sie, dass sie das kleine Einhorn mit ins Schloss nehmen möchte.

Doch dann greift sie in die Taschen ihres Kleides.

Leer.

Emily hat all ihre Goldtaler im Schloss vergessen.

Sie blickt zur langen Reihe. Dann schaut sie hinauf zu den fernen Schlosstürmen.

„Warte auf mich“, flüstert Emily dem Einhorn zu. „Ich komme zurück.“

VIII

Der Wettlauf zum Schloss

Emily hebt ihren grünen Rock ein kleines Stück an.

Dann rennt sie los.

Barfuß flitzt sie über das Pflaster, durch die Pfütze und vorbei an der Schneiderin, dem Bäcker und der staunenden Schmiedin.

Das Einhorn schaut ihr nach.

Die Reihe vor dem Pferdehändler wird immer länger.

Emily läuft so schnell sie kann. Vor ihr liegt der steile Weg hinauf zum Schloss.

Wird sie ihre Goldtaler rechtzeitig holen?

Und wird das kleine Einhorn noch auf sie warten?

Fortsetzung folgt...

Ende

Wie war „Die Prinzessin und das Einhorn - Teil 1“?

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